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Das Karl-Bröger-Haus - Ziele der Sanierung

Wie das "Haus der Arbeit" zum "Haus der sozialen Demokratie für alle" werden soll.

Seit rund mehreren Jahren arbeitet die FVA (Fränkische Verlagsanstalt und Buchdruckerei GmbH) an einem Konzept zu einer zeitgemäßen Neuausrichtung des Karl-Bröger-Hauses.  Ziel ist es das „Neue Haus der Arbeit“ (so der Titel der Sonderausgabe der Fränkischen Tagespost zur Eröffnung des Anwesens im Jahr 1930) zu modernisieren und den sozialdemokratischen Grundsätzen, Freiheit, Gleichheit und Solidarität entsprechend weiterzuentwickeln. Ein wesentlicher Aspekt ist die Sanierung des in die Jahre gekommen Baudenkmals um es fit zu machen für die Herausforderungen der Zukunft um die in ihm erbietenden Menschen zu unterstützen auf der Höhe der Zeit zu bleiben, eine notwendige Voraussetzung um – ganz im Sinne Willy Brandts – Gutes tun zu können.

Nach zweijähriger Vorlaufzeit, vielen Debatten und Planungen, Dutzenden von Voruntersuchungen und Prüfungen durch Sachverständige wurde als erste Priorität die Sanierung der Obergeschosse des Karl-Bröger-Hauses beschlossen.
Vor einem knappen Jahr zogen die bisherigen Mieter aus und seit Ende 2021 wurde mit dem Rückbau begonnen. Dieser konnte zwischenzeitlich nahezu abgeschlossen werden.
Im Juni starteten nun die ersten Arbeiten an den grundlegenden Bereichen (Böden, Decken, Wände) sowie an der Haustechnik (Heizung, Wasser, Abwasser, Strom, EDV, Lüftung).
Fertigstellung und damit Beginn des (Wieder-) Einzugs der Mieter soll im Mai 2022 sein.

Was soll entstehen?

Wir planen moderne Etagen die primär für Verwaltungs- und Dienstleistungsangebote zur Verfügung stehen. Historisches Bewusstsein (Baudenkmal und Nutzungsgeschichte), und die Grundsätze der Sozialdemokratie geben dabei den Rahmen.
Die Begriffe Freiheit und Gleichheit sollen sich weitgehend auch im Bau und den Nutzungen des Hauses wiederfinden. Das bedeutet, dass wir das Gebäude so gestalten wollen, dass es für alle Menschen nutzbar wird. Ob Groß oder Klein, Alt oder Jung, mit oder ohne Behinderung, das Haus soll allen offen stehen.
Wie dies im Einzelnen verwirklicht wird, dazu haben wir mit Unterstützung von Fachleuten Lösungen erarbeitet, die wir nun im Dialog mit den einschlägigen Verbänden kritisch überprüfen wollen. Für alle praktisch und sicher nutzbar, denkmalgerecht und gleichzeitig modern und schön – ist das erreicht, sind wir zufrieden. Und überall dort, wo wir Kompromisse machen müssen, werden wir diese kommunizieren, damit jede*r weiß wo Hürden warten und wie diese umgangen werden können.

Umfangreich werden wir dies dann auch auf einer neuen Website dokumentieren und die Verschiedenen Vorschläge, insbesondere zur Orientierung am und im Gebäude, zur Diskussion stellen.
Die Website soll spätestens nach der Bundestagswahl online sein.

Der Aspekt der Solidarität wird auch durch die Auswahl der Mieter erreicht. Dabei bleibt es bei der Schwerpunktnutzung durch SPD und AWO. Statt eines städtischen Amtes wird ein Kinderarzt aus der Nachbarschaft ins Gebäude einziehen. Und natürlich bleibt das Haus auch Heimstätte für die FVA selbst, die Falken, die Karl-Bröger-Gesellschaft und die LAG Mali e.V..